Category Archives: Allgemein

Bundesweite Kidical Mass – auch in Lichtenberg!

Am 22. März 2020 findet wieder eine Kidical Mass in Lichtenberg statt! Dieses mal finden an diesem Wochenende bundesweit in über 43 Städten Kinderfahrraddemos statt. Das gemeinsame Motto lautet „Platz da für die nächste Generation!“ unter dem Hashtag #FahrradGeneration Alle Informationen zur Bundesweiten Aktion unter https://kinderaufsrad.org.

In Lichtenberg wird es zwei Demos geben, die beide zusammen im Landschaftspark Herzberge bei einem Kinderfest enden. Alle Informationen dazu auf unserer Website!

Bericht aus dem Verkehrsausschuss der BVV

Hier noch eine positive Nachricht aus dem Lichtenberger Verkehrsausschuss der BVV: Ein Antrag der Grünen zum Umbau der Kreuzung Nöldnerstraße, Schlichtallee, Lückstraße wurde ohne Gegenstimmen angenommen. Die Situation für Radfahrende ist an dieser Kreuzung sehr schlecht und soll endlich verbessert werden. Auch bauliche Maßnahmen sollen geprüft werden, welche wir sehr begrüßen würden. Erwähnenswert ist hierbei, dass die Abgeordneten der SPD sich der Abstimmung aus nicht nachvollziehbaren Gründen enthielten.

Über einen weiteren Antrag für einen besseren Schutz der Radfahrenden in der Herzbergstraße konnte aufgrund fehlender Zuarbeit noch nicht abgestimmt werden. Wir halten euch darüber auf dem Laufenden!

Radschnellwege – bald auch in Lichtenberg?


Übersicht über verschiedene Routenführungen. (Foto: NFL)

Am 9. Dezember fand die Informationsveranstaltung der InfraVelo für die Radschnellverbindung in den Berliner Osten statt. Die Radschnellverbindungen sollen besonders hochwertige Verbindungen für den Radverkehr darstellen und die Verkehrsnachfrage über längere Distanzen bedienen. Hierbei soll der Radverkehr bevorzugt vorankommen, d.h. möglichst nicht durch Ampeln oder ähnliches ausgebremst werden.

Es ist gewünscht, dass diese Radschnellverbindungen so geführt werden, dass der Radverkehr von anderen Verkehrsarten getrennt wird, damit er weder gefährdet noch gefährdet wird. Das Berliner Mobilitätsgesetz gibt vor, dass mindestens 100 km solcher Radschnellverbindungen gebaut werden sollen. 

Ost-Route 

Nachdem es zunächst so aussah, als ob der Berliner Osten überhaupt nicht in das Netz der Radschnellverbindungen eingebunden werden würde, wird nun doch auch eine Ost-Route geplant. Diese soll – zusammen mit der West-Route – im Endzustand Berlin einmal komplett in Ost-West-Richtung durchqueren, von Spandau bis Marzahn.

Die aktuelle Infoveranstaltung bezog sich auf den Abschnitt zwischen Tiergarten und dem S-Bahnhof Landsberger Allee. Während die Route bis zum Alexanderplatz bereits relativ klar erscheint, sind für die Weiterführung bis zur Landsberger Allee drei Routenvarianten denkbar. Entweder auf direktem Wege entlang der Landsberger Allee, nördlich geführt über die Straßen Am Friedrichshain und Paul-Heyse-Straße oder als südliche Alternative über die Karl-Marx-Allee und Thaerstraße.

 Weitere Informationsveranstaltung folgt

Wir finden eine Routenführung auch abseits der großen Hauptachse Landsberger Allee interessant. Die optimale Routenführung wird hier wohl auch maßgeblich davon abhängen, wie die Strecke dann auf Lichtenberger Seite weitergeführt wird. Dazu sind noch keine konkreten Planungen bekannt. Im ersten Quartal 2020 soll hier eine weitere Informationsveranstaltung folgen.

Auch für Lichtenberg könnten wir uns gut eine Führung abseits der Landsberger Allee vorstellen. Beispielsweise über die Karl-Lade-Straße, den Fennpfuhlpark, die Herzbergstraße und dann weiter in den Landschaftspark Herzberge. Von dort geht es dann weiter in Richtung der Allee der Kosmonauten. Dies unter der Voraussetzung, dass an den Hauptstraßen ohnehin geschützte Radwege errichtet werden müssen. 

Radschnellwege

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auch direkt bei der InfraVelo. Die Planung ist noch nicht abgeschlossen.        

Jahresrückblick 2019

Weihnachtsfeier des Netzwerks im Dezember 2019

Das Jahr 2019 geht zu Ende. Zeit zurückzublicken, was wir in diesem Jahr als Netzwerk erreicht, begleitet und angestoßen haben. Beginnen möchten wir mit den guten Nachrichten.

Los ging es im Januar mit den zwei Radverkehrsplaner*innen, die der Bezirk endlich einstellen konnte. Im Sommer wurden auch die ersten von uns vorgeschlagenen Radabstellanlagen aufgestellt. Auch wurde die Lücke im Radweg auf der Möllendorfstr. durch unsere Initiative geschlossen. Der größte (Zwischen-)Erfolg war jedoch der Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg im September zur Umsetzung geschützter Radstreifen in der Siegfriedstraße.

Einige neue Projekte konnten wir dieses Jahr starten. Zunächst wäre da unsere erfreulich erfolgreiche erste Kidical Mass im Bezirk Lichtenberg. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste – mit dann sicher noch mehr kleinen und großen Teilnehmer*innen! Weit vorangetrieben haben wir auch das Verkehrskonzept SBOX für die Gebiete rund ums Ostkreuz, welches wir intensiv mit anderen Initiativen und Politik*innen besprechen. Und dann wäre da noch das Freiraumwunder, für dessen Erschaffung  wir gerade eine Crowdfunding-Kampagne gestartet haben, und für das schon fast 4000€ gespendet wurden!

2019 waren wir auch auf einigen Veranstaltungen vertreten. Zunächst im März bei der Nacht der Politik im Rathaus Lichtenberg, wo wir gemeinsam mit dem ADFC über unsere Aktivitäten informierten. Im April fand die alljährliche Marzahner Brückendemo statt, diesmal mit verlängerter Route bis zur B1. Im September waren wir gemeinsam mit Fridays for Future Lichtenberg auf dem Verkehrs- und Umweltfest an einem Stand vertreten. Mit all diesen Aktionen konnten wir unser Netzwerk bekannter machen und über unsere Aktivitäten informieren.

Wir wünschen euch allen einen guten Start ins Jahr 2020!

Attraktive Weitlingstraße?

Bild: CC0

Die Lichtenberger CDU hat einen Antrag zur Attraktivierung der Weitlingstraße in die BVV eingebracht. Nicht weniger als die “Aufwertung und Sicherung der Geschäftsstraße im Weitlingkiez” soll das Bezirksamt angehen. Der Lichtenberg-Newsletter des Tagesspiegel weiß dazu zu berichten, dass es wohl etlichen Geschäften wirtschaftlich nicht gut gehe, manchen Geschäften sogar die Schließung drohe!

Die Zielsetzung, in der Weitlingstraße, dem Herzstück des Weitlingkiezes, ein attraktives Angebot an Geschäften zu erhalten, können wir voll und ganz unterstützen. Vor allem auch, weil jede wohnortnahe Einkaufsmöglichkeit zu weniger Verkehr führt, das entlastet die Stadt. 

Die CDU schlägt verschiedene Maßnahmen vor, darunter ein Geschäftsstraßenmanagement, eine lokale Marketinginitiative und einiges mehr. Doch wesentliche Maßnahmen zur Förderung des lokalen, inhabergeführten Einzelhandels hat sie offenbar vergessen: Eine gute ÖPNV-Anbindung, sichere Radwege, gute Wege für den Fußverkehr und damit weniger Autoverkehr und  mehr Flächen mit Aufenthaltsqualität!

Andere Städte machen es vor. In Madrid beispielsweise wurden Teile der Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt. Während im vergangenen Weihnachtsgeschäft dort der Einzelhandel insgesamt ein Plus von 3,3 % verbuchen konnte, waren es in den autofreien Teilen der Stadt sogar bis zu 9,5 %, wie die Handelszeitung, quasi das Handelsblatt der Schweiz, berichtet.

Auch in Wien geschah Ungeheuerliches: Die zentrale Mariahilfer Straße wurde dort – unter vehementen Protesten der Wiener Wirtschaftskammer, die so etwas ist wie die Industrie- und Handelskammern in Deutschland, zu einer Begegnungszone umgebaut. Doch nachdem sich zeigte, dass der lokale Einzelhandel hiervon massiv profitiert, kann es der Wirtschaftskammer in Wien nun nicht schnell genug gehen, weitere Einkaufs- und Flaniermeilen zu schaffen.   

Wir finden: Was Wien und Madrid können, das kann Lichtenberg doch auch! Wir wünschen uns eine zeitgemäße Neugestaltung der Weitlingstraße nach dem Motto “Autos raus, Aufenthaltsqualität rein!”. Die Umsätze der Einzelhändler*innen der Weitlingstraße werden dann von ganz alleine steigen. Und eine lokale Marketinginitiative könnte den Standortvorteil mit den Worten “verkehrsberuhigte, sehr gut angebundene Einkaufsstraße” guten Gewissens bewerben – denn eine gute Lage zahlt sich immer aus!

Freiraumwunder – Parkplätze in Lebensräume verwandeln

Freiraumwunder

Die Freiraumwunder Idee (Grafik Jennifer Hansen, Foto: Jupp Tautfest)

Anwohner*innen aus dem Lichtenberger Kaskelkiez möchten mit dem Bau eines Freiraumwunders ein Zeichen setzen gegen die ungerechte Verteilung des öffentlichen Raums. Den vielversprechenden Namen trägt ein “Handwagen” in der Größe eines durchschnittlichen Autos, der diesen Winter gemeinschaftlich gebaut und im Frühjahr für regelmäßige Treffen und Aktionen genutzt werden soll.

Damit das Freiraumwunder Wirklichkeit werden kann, haben die Initiator*innen eine Crowdfunding Kampagne gestartet. Dadurch sollen die Materialkosten gedeckt werden, Planung und Bau des Gefährts erfolgen ehrenamtlich. Vom Kaskelkiez aus wird das Freiraumwunder auf Reisen gehen und auch in anderen Kiezen als Symbol für mehr Lebensraum statt Parkplätzen am Straßenrand auf seine Nutzung warten.

Wenn Du zur Finanzierung des Freiraumwunders beitragen möchtest, kannst Du auf Startnext spenden und als Dankeschön ein Eis, einen Kaffee, einen Mangosalat oder eine Pizza im Kaskelkiez genießen – wenn es dann fertig ist, gerne auch zusammen mit Nachbar*innen auf dem Freiraumwunder. Mit einer besonders großzügigen Spende wirst Du mit Deinem Namen auf dem Freiraumwunder verewigt. Wer sich am Bau des Freiraumwunders beteiligen möchte, ist unter info@freiraumwunder.de herzlich willkommen.

Bürger*innen-Initiative Kaskel Kiezblocks gegründet

Rund 60 Anwohner*innen waren bei der Gründung dabei (Foto: Inge Lechner)

Der Kaskelkiez wird, wie alle anderen Quartiere rund ums Ostkreuz auch, vom Kfz-Durchgangsverkehr heimgesucht. Denn viele Autofahrer*innen versuchen den Stau in der Hauptstraße und Karlshorster Straße zu umfahren, wodurch sich z.B. im Kaskelkiez ein weiterer Stau bildet.

Um diese Verkehrsbelastung aus dem Wohnquartier herauszubekommen, haben wir die Idee des sogenannten Kiezblocks entwickelt, in dem alle bis auf eine bzw. wenige Zufahrtsstraßen des Quartiers für den Kfz-Verkehr gesperrt werden. Somit können alle Anwohner*innen und Anlieger*innen den Kaskelkiez nach wie vor auch mit dem Kfz befahren – nur für den Kfz-Durchgangsverkehr ist der Kiez damit dauerhaft gesperrt.

Damit sich das Problem des Durchgangsverkehrs aber nicht in die anliegenden Quartiere verlagert, entwickeln wir ein umfassendes Verkehrskonzept für alle Ostkreuz-Kieze, das die Kiezblock-Idee auch auf diese ausweitet.

Als ersten Schritt zur Umsetzung fordern wir die Sperrung der Stadthausstraße und den Umbau der Nöldnerstraße zur Umweltverbundspur. Diese Forderung wollen wir als Bürgerinitiative gegenüber Bezirk und Senat durchsetzen und haben dazu am 8. November mit rund 60 Anwohner*innen des Kaskelkiezes die Bürger*innenintiative Kaskel-Kiezblocks gegründet.

Wer sich beteiligen möchte meldet sich bitte unter kiezblocks@gmx.de.

Baustelle Storkower Straße

66cm schmale Radstreifen in der Baustelle (Foto: Steffen O.)

Wieder einmal selbst übertroffen hat sich die Berliner Verkehrslenkung (VLB) in der Storkower Straße. Dort finden gegenwärtig Bauarbeiten statt. In beiden Fahrtrichtungen wurden die dort vorhandenen (viel zu schmalen) Radstreifen baustellenbedingt aufgehoben. In Fahrtrichtung Möllendorffstraße wurde ein äußerst schmaler Ersatzradstreifen auf die Fahrbahn gepinselt. Abstand zum Fließverkehr direkt nebenan: quasi null. Den Sicherheitsabstand von 1,5 m beim Überholen von Fahrrädern hält natürlich kein Autofahrer ein.

Und auch der vermeintliche Radstreifen wirkt verdächtig schmal. Deswegen haben wir uns erlaubt nachzumessen: Siehe da, teilweise ist die Spur nur 66 cm breit. Das ist schmaler als manch ein Fahrradlenker. Außerdem sind auf diesem Weg noch verschiedene Absperrbaken aufgestellt. In der Gegenrichtung gibt es teilweise überhaupt keinen Ersatzradweg, dort wird der Radverkehr einfach auf den Gehweg geführt.  

Dabei äußert sich das Mobilitätsgesetz relativ klar und deutlich, wie in solchen Baustellensituationen zu verfahren ist: Eine sichere Radverkehrsführung ist sicherzustellen, Einschränkungen dürfen nicht zulasten des Umweltverbundes, also des Rad-, Fuß- und öffentlichen Verkehrs gehen. Von einer sicheren Radverkehrsführung kann hier aber nicht die Rede sein. Und den Radverkehr einfach zulasten der Fußgänger*innen auf den Bürgersteig zu verfrachten, ist keine Lösung. 

Abenteuerlicher Schwenk auf die Fahrbahn (Foto: Bertus B.)

Und dann das: Ein Mitglied unseres Netzwerkes hatte die Baustelle bei der VLB gemeldet und Verbesserungen erbeten. Aber die teilt mit, man habe die Situation geprüft, es sei dort alles in bester Ordnung. Bei der VLB ist offenbar nicht alles in bester Ordnung, denn diese Situation ist gefährlich und widerspricht dem Mobilitätsgesetz. Wir erwarten Abhilfe – und das nicht erst wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen.

Berliner Polizei – #nichtDaFürDich

Fahrzeug parkt abgesenkten Bordstein zu (Foto: Malte P.)

Der Kiez zwischen Weitlingstraße und dem S-Bahnhof Nöldnerplatz ist eigentlich ein beschaulicher. Doch es gibt ein großes Ärgernis: falsch geparkte Autos. Vor allem die sogenannten 5-Meter-Bereiche an den Kreuzungen sind regelmäßig von Autos blockiert. Diese Falschparker*innen sind besonders gefährlich.

Nicht nur, dass hier meist noch abgesenkte Bordsteine betroffen sind, so dass Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator daran gehindert werden, die Straßen zu queren. So gehen vor allem die Sichtbeziehungen an der Kreuzung verloren. Abbiegende Fahrzeuge können beispielsweise querende Fußgänger*innen mit Vorrang nicht sehen. Besonders Kinder verschwinden zwischen den Fahrzeugen und sind in Gefahr. Und auch größere Fahrzeuge kommen im Zweifel nicht mehr um die Kurve, man denke nur an die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr. 

Eine Begegnung der besonderen Art mit der Polizei schilderte uns nun ein Unterstützer: Er weiß, bei zugeparkten Kreuzungen hilft nur der Abschleppwagen. Also gleich die Nummer des Ordnungsamtes gewählt. Doch statt Hilfe gab es nur Dauerklingeln. Wenn das Ordnungsamt nicht kann oder möchte, dann muss wohl die Polizei ran. Doch auch dort: Keine Antwort unter dieser Nummer, das Bürgertelefon war besetzt. Aber wie der Zufall das so will, fuhr just in diesem Moment ein Streifenwagen der Polizei gemächlich durch den Kiez. Der wird sich ja der Sache wohl annehmen.

Doch weit gefehlt: nach freundlicher Ansprache wurde signalisiert, man werde sich kümmern – und fuhr davon. Etwas perplex dann eine Nachfrage im Abschnitt, was denn nun geschehen solle. Aber hier wurde unser Unterstützer unwirsch abgebügelt, das sei ja allenfalls eine “Lappalie”, das Bürgeranliegen sei dem Beamten “egal”. Die Berliner Polizei wirbt ja mit dem Spruch #DafürDich. Für Lichtenberg können wir das leider nicht bestätigen. Außer Du hast dein Auto falsch geparkt, dann wohl schon.

Gegen falsch geparkte Autos kann übrigens jede*r aktiv werden – ganz gleich, ob es um Radwege, Fußwege oder abgesenkte Bordsteine geht, die blockiert sind. Es braucht nur ein Handy, eine Anleitung und eventuell ein bisschen Diskussionsfreude vor Ort. Letzteres ist nicht unbedingt nötig. Eine Meldung muss reichen, der*die Bürger*in ist nicht verpflichtet vor Ort zu bleiben.

Motorisierungsgrad nimmt in Lichtenberg ab

Immer mehr Lichtenberger*innen verzichten auf das eigene Auto

Wie die Berliner Zeitung berichtet, hat die Senatsverwaltung für Verkehr aktuelle Zahlen veröffentlicht, wie sich der Motorisierungsgrad in Berlin verändert. In Lichtenberg sind jetzt nur noch 343 Autos je 1000 Einwohnende angemeldet. Dies entspricht einem Rückgang von 3,7 Pkw/1000 EW. Der Lichtenberger Wert liegt auch deutlich unter dem Berliner Durchschnitt (381,8), und beträgt damit fast genau die Hälfte des deutschlandweiten Durchschnitts (687).

Die Zahlen zeigen eindrücklich, dass die Mehrheit der Lichtenberger*innen gerade kein Auto ihr Eigen nennt. Ein guter ÖPNV, sichere Radwege und gute Fußwege, das verbessert die Mobilität der Lichtenberger*innen nachhaltig.

Besonders absurd wird es auch, wenn man die verkehrliche Bedeutung des Autos im Verhältnis zu dessen Flächenverbrauch betrachtet: So werden in Berlin außerhalb des Rings nur 35% aller Wege mit dem Auto zurückgelegt. Und nur ungefähr jede*r dritte Lichtenberger*in ist überhaupt im Besitz eines Autos. Diese nehmen aber gleichzeitig fast 60 % der knappen Verkehrsflächen in unserer Stadt ein. Es wird höchste Zeit, den Platz, den wir dem Auto zur Verfügung stellen, endlich dessen gesellschaftlicher Bedeutung anzupassen! Dann ergibt sich: das Verhältnis muss mindestens umgekehrt werden. Zwei Drittel der Fläche für zwei Drittel der Bürger*innen ohne Auto. Und alle kommen besser ans Ziel.