Author Archives: Mattes

Wir bauen das “Parkraumwunder”-Parklet

Wir werden mit Unterstützung unserer großen Schwester Changing Cities ein Parklet bauen, und zwar das Parkraumwunder!

Das Stuttgarter Parkraumwunder im Einsatz

Dieser in Stuttgart entwickelte und nun schon einige Jahre erfolgreich erprobte Handwagen soll im Herbst bzw. Winter 2019 auch bei uns in Berlin entstehen, um dann im Frühjahr des nächsten Jahres auf Parkplätzen vor Cafes, Läden oder Kitas im Kaskelkiez zu stehen. Er soll mit seinen Bänken zum Diskutieren über die Aufteilung des öffentlichen Raums oder einfach zum Verweilen einladen und letztlich auch Werbebotschafter des Tag des guten Lebens (im Juni 2020) im Kaskelkiez sein.

Los geht es am Freitag, den 20. September um 17 Uhr auf dem Tuchollaplatz.

Wir suchen noch Menschen, die Lust haben zu designen, zu werkeln, Material und Werkzeug zu beschaffen oder beizusteuern und eine Spendenkampagne ins Leben zu rufen. Außerdem benötigen wir für ca. zwei bis drei Monate (Januar bis März 2020) einen Raum im Kaskelkiez (oder in direkter Umgebung), in dem wir das kleinwagengroße und ca. 200Kg schwere Parkraumwunder witterungsunabhängig bauen können. Wer eine Möglichkeit kennt, bitte bei Klaas und Eckhard melden.

Weitere Infos zum Parkraumwunder unter youtu.be/y9L-TV2_LhI

Großer Erfolg: Politik entscheidet sich klar für geschützte Radspur

Überraschung in der gestrigen Bezirksverordnetenversammlung: dem Antrag der Linksfraktion, die Protected Bike Lane (PBL) in der Siegfriedstraße umzusetzen, wurde ohne Änderungen mehrheitlich zugestimmt (24 dafür, 16 dagegen).

Unser Dank geht an die Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen, welche sich ganz klar für die geschützte Radspur positioniert haben. Letztendlich hat die SPD-Fraktion mit Ihren Stimmen für die Mehrheit gesorgt – das war lange nicht selbstverständlich. Mit nur 4 Gegenstimmen hat die SPD-Fraktion die Notwendigkeit einer Verkehrswende verstanden, bei der geschützte Radwege wichtiger sind als kostenlose Parkplätze.

„Der Stadtteil Alt-Lichtenberg erfährt einen radikalen Wandel. Viele junge Familien ziehen her und wünschen sich eine nachhaltige und sichere Mobilität. Ich freue mich, dass die Politik dies nun erkannt hat und klar die Weichen für eine Mobilitätswende im Bezirk gestellt hat“, so Mattes Groeger, Initiator des Netzwerks Fahrradfreundliches Lichtenberg bei Changing Cities.

Etwas peinlich ist nach wie vor das Verhalten der CDU-Fraktion. Mit dem Argument „alle Verkehrsteilnehmer sollen gleichberechtigt behandelt werden“ versuchte sie die geschützte Radspur zu verhindern und möglichst viele Parkplätze zu erhalten. Das steht nicht nur dem Mobilitätsgesetz entgegen sondern widerspricht auch dem Sicherheitsversprechen der CDU.

Mit der nun gefallenen Entscheidung muss das CDU-geführte Straßen- und Grünflächenamt jetzt schnell liefern. Weitere Verzögerungen darf sich das Bezirksamt nicht leisten, denn jeden Tag werden Radfahrende in der Siegfriedstraße unnötig gefährdet. Zudem muss der weitere Radwegeausbau nach Norden und Süden ebenfalls zügig angegangen werden, damit sich die volle Netzwirkung entfalten kann.

Wie möchten uns an dieser Stelle noch einmal explizit bei allen Unterstützer*innen der letzten zwei Jahre bedanken. Dazu zählen Anwohner*innen, Aktivist*innen, Politiker*innen, ADFC, Volksentscheid Fahrrad und Changing Cities.

Das ist euer aller Erfolg!

Erfolg: Erste Radbügel installiert

Im letzten Jahr sammelten wir öffentlich Vorschläge für Radabstellplätze in Lichtenberg. Diese Vorschläge wurden an das Bezirksamt weitergeleitet und dann haben wir lange nichts mehr gehört. Auf mehrere Nachfragen haben wir keine Antwort erhalten.

Neue Fahrradbügel im Weitlingskiez: Zachertstr. Ecke Archenholdstr.

In der ersten Juniwoche 2019 wurden dann an verschiedenen Stellen im Bezirk fast gleichzeitig Radbügel aufgestellt. Auch wenn bisher nur ein Teil der Vorschläge umgesetzt wurde freuen wir uns sehr darüber! Wir haben unsere Karte angepasst, um den Status der jeweiligen Vorschläge darzustellen. Für die installierten Fahrradbügel haben wir Fotos eingestellt.

Solltest du eine neue Radabstellanlage in deiner Nachbarschaft entdecken, dann sende uns bitte ein Foto davon, damit wir die Karte aktuell halten können. Auch neue Vorschläge dürfen uns gerne geschickt werden!

Aufruf, wir brauchen dich!

Unsere Vorstellung davon, wie die geschützte Radspur auf der Siegfriedstraße aussehen könnte

Das Bezirksamt Lichtenberg hat zwei Varianten für Radverkehrsanlagen in der Siegfriedstraße vorgelegt. Bei der vom Bezirk favorisierten Variante handelt es sich um einen gefährlichen, ungeschützten Radstreifen, welcher zwischen parkende Autos (auf dem Gehweg!) und die Tram-Gleise gequetscht werden soll. Bei der von uns favorisierten Variante werden Radfahrende vor Falschparkern geschützt und Fußgänger*innen kein Platz durch Parkplätze auf dem Gehweg genommen.

Es liegt nun an den Parteien der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg zu entscheiden, welche der beiden Varianten umgesetzt werden soll. Bisher stehen die Grünen (als einzige Partei) vollständig hinter den Plänen für eine PBL. Linkspartei und SPD haben sich bislang nicht öffentlich geäußert. Die CDU hat sich in einer Presseerklärung ablehnend positioniert.

Wir möchten euch aufrufen JETZT AKTIV ZU WERDEN!

Rufe den*die Verkehrspolitiker*in deiner Partei in Lichtenberg an, schreibe eine E-Mail oder hinterlasse einen Kommentar bei Facebook. Zeige den Politiker*innen, dass Du dir eine echte Verkehrswende in Lichtenberg wünschst – und dass du mutige Taten erwartest statt ängstliches Kuschen.

Wir haben dir dazu die Verantwortlichen Verkehrspolitiker*innen rausgesucht:

Schreibt uns gerne welche Rückmeldungen du erhalten hast. Bitte teile diesen Aufruf! ✊🔥

Schwerverletzte Radfahrerin wegen Untätigkeit

Was sich schon lange abzeichnete, ist am zurückliegenden Montag, den 12. August passiert. Am Nöldnerplatz, d.h. an der Kreuzung Lückstraße/Schlichtallee, ist eine aus der Lückstraße kommende und in die Schlichtallee links abbiegende 32-jährige Radfahrerin von einem aus gleicher Richtung kommenden 49-jährigen Autofahrer erfasst und schwer verletzt worden.

Abb. 1: Wehe die Wege kreuzen sich!

Die in diesem Kreuzungsbereich für den Radverkehr absolut unzureichend ausgewiesene Radverkehrsführung (s. Abb. 1) ist sowohl von der Polizei als auch von uns schon mehrfach kritisiert worden. So organisierte im März 2017 die Polizeidirektion 64 eine gemeinsame Begehung durch Senat (Verkehrslenkung Berlin), Bezirk (Lichtenberger Straßen– und Grünflächenamt), Polizeidirektion und ADFC. Die Teilnehmenden waren sich über die hohe Gefährdung für den Radverkehr in diesem Kreuzungsbereich einig. Im September 2018 haben wir mit den Mitgliedern des Lichtenberger FahrRates genau jene Kreuzung erneut begutachtet und unsere Verbesserungsvorschläge, die wir bereits einige Monate zuvor mehrfach publiziert hatten (s. unten und die folgenden beiden Abb.), nochmals vorgestellt.

 

 

 

 

 

Abb. 2: Zwei Vorschläge zur deutlichen Verbesserung der Kreuzungssituation

Obwohl zumindest einer der beiden Vorschläge mit einem sehr geringen Markierungsaufwand rasch zu bewerkstelligen wäre (s. Abb. 2, links), ist seither nichts unternommen worden.

Auf der am Folgetag stattfindenden Sitzung des Lichtenberger FahrRats zogen sich Straßen- und Grünflächenamt sowie Bezirksstadtrat mal wieder auf ihre bewährte Argumentation zurück, die Umgestaltung dieser Kreuzung falle in die Senatsverantwortung und daher wäre aus Bezirkssicht nichts machbar. 

Sicherlich wäre es schön, wenn auch von Senatsseite aus mehr an den bekannten Unfallschwerpunkten getan würde. Doch es liegt auch in der Verantwortung des Bezirkes, den Senat zu unterstützen oder zumindest regelmäßig auf kritische Stellen hinzuweisen. Und wenn im Bezirk keine Möglichkeiten gesehen werden, eigene Vorschläge auszuarbeiten, dann sollten doch wenigstens die detaillierten und sachkundigen Vorschläge der Interessenverbände an den Senat weitergegeben werden.

Daher fordern wir den zuständigen Bezirksstadtrat Herrn Nünthel und das Straßen- und Grünflächenamt Lichtenberg auf, unverzüglich mit dem Senat Kontakt aufzunehmen und die Gefahrenstelle noch in diesem Jahr nachhaltig im Sinne des Radverkehrs umzugestalten.

In großer Verärgerung über eine erneute, vermeidbare, schwerverletzte Radfahrerin im Lichtenberger Straßenverkehr.

Save the date! Kidical Mass Lichtenberg

Am 31.08.2019 um 15:00 Uhr findet in Lichtenberg ein Fahrradkorso für Kinder (und Eltern) statt. In dieser Zeit gehört den Kleinen die Straße, um Spaß zu haben und daran zu erinnern, dass Kinder in der Stadt Freiräume und Platz brauchen, um sich bewegen und entfalten zu können. Ganz nebenbei setzen wir damit ein Zeichen für fahrrad- und vor allem kinderfreundliche Verkehrspolitik.


Die Route beträgt knapp 5 Kilometer und soll bewusst in einem langsamen, kindgerechten Tempo gefahren werden. Kinder können auf eigenen Fahr- oder Laufrädern teilnehmen, Eltern, Großeltern usw. sind ebenfalls mit dem Fahrrad, mit Lastenrädern und auch Fahrradanhängern herzlich willkommen. Die Veranstaltung ist behördlich angemeldet, was ein sicheres, vor Autoverkehr geschütztes Fahren auf der gesamten Strecke ermöglicht.

Wir würden uns freuen, wenn ihr den Termin an Freunde und Bekannte weitergebt und am 31. August in großer Zahl teilnehmt, um den Fahrradkorso zu einem bunten, unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Details zum Ablauf und der Route findet ihr auf der Seite. Bei Fragen gerne eine Mail an kidical-mass@radbezirk-lichtenberg.de schicken.

Mobilität für alle statt Parken für Wenige!

Am Dienstag fand die Bürger*innenversammlung zur geschützten Radspur in der Siegfriedstraße statt. Bereits im Vorfeld wurde mit Zetteln an den Haustüren zum „Widerstand“ gegen die „Diskriminierung alter Menschen“ aufgerufen (wir haben als Reaktion darauf diese Flyer auf der Veranstaltung verteilt). Entsprechend aufgeheizt war die Stimmung. Sehr emotional drückte ein sehr lauter Teil der Anwesenden ihre Sorgen vor dem Umbau aus. Wie beim Tagesspiegel nachlesbar, waren manche Beiträge auch grob unsachlich. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es einigen im Kern darum ging “Unsere Straße” in keiner Weise zu verändern. Ein Wunsch, der nicht zeitgemäß ist, und auch nicht mit dem Mobilitätsgesetz vereinbar.
 

 
In den angeführten Argumenten ging es den Umbaugegner*innen darum, dass es unmöglich sei, auch nur auf Teile der bestehenden Abstellflächen (10 Parkplätze) zu verzichten. Uneinigkeit bestand unter den Protestierenden hinsichtlich noch freier Stellflächen: Die einen sahen schon heute keine freien Plätze mehr, während andere genau diese Flächen erst nach dem Umbau für Lieferverkehr, Kundenparken und Krankentransporte blockiert sahen. Die akute Gefährdung des Radverkehrs zwischen Tramgleisen und Autotüren spielte dabei ebenso wenig eine Rolle wie ein sicherer, von Radfahrenden ungefährdeter, Fußverkehr.
 
Demgegenüber hat das Bezirksamt eine sehr ausgewogene Planung vorgelegt, die alle Interessengruppen berücksichtigt: Die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden steht jetzt zu Recht an erster Stelle. In der Präsentation wurde wohl zu wenig herausgestellt, dass hier endlich auch an die Mehrheit der Anwohner*innen gedacht wird, die über kein Auto verfügen. In zumutbarer Entfernung werden neue Stellflächen in fast gleicher Menge geschaffen. Dieser Ersatz sichert den Menschen einen Parkplatz, die wirklich ein Auto benötigen. Für die Kranken- und Wirtschaftsverkehre verändert sich nichts, da er infolge des belegten Parkstreifens und der Straßenbahn bereits heute überwiegend in die Nebenstraßen ausweicht.
 
Wir erwarten, dass es nicht bei dem jetzt geplanten kurzen Stück Radweg bleibt. Insbesondere südlich der jetzt geplanten Spur bestehen auf der Siegfriedstraße ähnliche Probleme, die Radspur muss zeitnah bis zum S-Bahnhof verlängert werden!
 
Wir fordern die Bezirkspolitik auf: Nutzen Sie die wertvollen Verkehrsflächen so effizient wie möglich. Schaffen Sie weiterhin und zügiger als bisher generationengerecht Platz für nachhaltige und stadtverträgliche Mobilität für alle!
 

Pressespiegel

Tagesspiegel:
Wenn der Senat das „grüne Monster“ bauen will

Berliner Zeitung:
Radspur statt Parkplätze: Anwohner wütend auf Bezirk und Senat

Berliner Morgenpost:
Geschützte Radspur auf der Siegfriedstraße – Anwohner wütend

Berliner Kurier:
Radwege oder Parkplätze? Dieser Zoff hat Zukunft in Berlin

BZ Berlin:
Anwohner sind wütend über geplanten Mega-Radweg in Lichtenberg

Wir brauchen dich! Bürger*innenversammlung zur PBL Siegfriedstraße

Seit genau einem Jahr setzen wir uns bereits dafür ein, dass die erste geschützte Radspur in Lichtenberg Realität wird. Immer wieder wurde die Verantwortung zwischen Senats- und Bezirksverwaltung hin- und hergeschoben, so dass es nicht voran ging. Nun soll das Projekt auf einer Bürger*innenversammlung vorgestellt werden. Damit nicht nur über wegfallende Parkplätze diskutiert wird, brauchen wir jetzt Deine Unterstützung! Komm am Dienstag, den 4. Dezember in die Schulmensa, Rüdigerstr. 76, 10365 Berlin. Lasst uns den Verantwortlichen zu zeigen, dass eine breite Mehrheit die geschützte Radspur fordert. Nur wenn uns das gelingt, wird der Bezirk seine Blockadehaltung aufgeben müssen und die Umsetzung in die Wege leiten.

Trauerkundgebung für getöteten Radfahrer

Am Abend des 18. Juli wurde ein 41-jähriger Radfahrer beim Überqueren der Gleise auf der Treskowallee Ecke Römerweg von einer Tram erfasst, mitgeschleift und dabei tödlich verletzt. Über den genauen Unfallhergang gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Unabhängig von der Schuldfrage hat hier ein Mensch eine Unaufmerksamkeit mit seinem Leben bezahlt. Unsere Anteilnahme und unser herzliches Beileid gilt den Angehörigen, Freunden und Bekannten des Mannes. Aber auch den anderen Unfallbeteiligten, Zeugen und Ersthelfern wünschen wir eine schnelle Verarbeitung des Erlebten.

Gemeinsam mit Changing Cities e.V. und dem ADFC haben wir für Freitag Abend (20.07.2018) zu einer Trauerkundgebung aufgerufen. Wir haben uns an der Unfallstelle versammelt um gemeinsam dem tödlich verunglückten Radfahrer zu gedenken. Angehörige, Freunde sowie Ersthelfer waren ebenfalls vor Ort. Wie wir erfahren haben, war der Verunglückte selbst in der Berliner Fahrrad-Szene aktiv und nahm an Demos des ADFC und der Critical Mass teil.

Immer wieder hofft man, dies sei ein Einzelfall. ‑ Das ist es leider nicht. Der ums Leben gekommene 41-jährige ist bereits der 7. getötete Radfahrer in diesem Jahr. Erst vor wenigen Wochen starb ein 13-jähriges Mädchen, ebenfalls in Lichtenberg und ebenfalls durch eine Straßenbahn. Obwohl in ganz Berlin die Anzahl der Radverkehrsunfälle im Jahr 2017 sinkt (von ca. 7500 um gut 400 auf 7060) steigt sie in Lichtenberg an, um gut 5%. Auf Berlins Straßen wurden 2018 bereits 22 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet.

Im Anschluß an die Trauerkundgebung fand ein Fahrrad-Korso zum Roten Rathaus in Mitte statt. Dank der Absicherung durch die Polizei Berlin (sowie der BVG) konnte die gesamte Veranstaltung in einem sehr würdigen Rahmen erfolgen. Vielen Dank dafür.

Brückendemo

Gemeinsam mit dem ADFC Lichtenberg und Wuhletal hat das Netzwerk Fahrradfreundliches Lichtenberg am 25.04.2018 zur Brückendemo aufgerufen. Wir haben damit auf die katastrophalen Zustände auf der Gehrensee- und Marzahner Brücke aufmerksam gemacht. Zahlreiche Teilnehmer quer durch alle Altersklassen sind dem Aufruf gefolgt.

Direkt am Startpunkt hat Hajo Legeler, Sprecher des ADFC Lichtenberg, auf die lange Historie der Probleme an der Gehrenseebrücke aufmerksam gemacht. Gänzlich ohne Radwege müssen Radfahrende hier mit dem fließenden Verkehr „mit schwimmen“ und haben gerade bergauf immer ein drängelndes Auto im Nacken. Oft wird auch ohne den notwendigen Sicherheitsabstand überholt. Über viele Jahre sind der Politik und Verwaltung die Probleme an der Brücke bereits bekannt. Doch selbst schnelle Maßnahmen, wie „Tempo 30“, wurden bisher nicht umgesetzt.

Im Anschluß ging es in einem Fahrradkorso zu den Marzahner Brücken. Hier hat Mattes Groeger vom Netzwerk Fahrradfreundlichen Lichtenberg in einem eindringlichen Appell die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung zum Handeln aufgefordert. Auch auf dieser Brücke gibt es seit Ihrem Bau im Jahr 1977 keine Radverkehrsanlagen. Allerdings kommt hier noch verschärfend hinzu, dass die Straße aus jeweils 3 Richtungsfahrbahnen besteht und der Radweg kurz vor der Brücke ohne jede Markierung in den Fließverkehr gelenkt wird. So lockt man die Menschen nicht auf das Rad!

Auch Evan Vosberg, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC Berlin, kritisierte die aktuelle Rot-Rot-Grüne Landesregierung dafür, dass von den vielen Ankündigungen bisher nichts auf der Straße angekommen ist. Und das bereits nach fast 2 Jahren!

Einen ausführlichen Bericht gibt es auch hier auf der Seite des ADFC Berlin.