Motorisierungsgrad nimmt in Lichtenberg ab

Immer mehr Lichtenberger*innen verzichten auf das eigene Auto

Wie die Berliner Zeitung berichtet, hat die Senatsverwaltung für Verkehr aktuelle Zahlen veröffentlicht, wie sich der Motorisierungsgrad in Berlin verändert. In Lichtenberg sind jetzt nur noch 343 Autos je 1000 Einwohnende angemeldet. Dies entspricht einem Rückgang von 3,7 Pkw/1000 EW. Der Lichtenberger Wert liegt auch deutlich unter dem Berliner Durchschnitt (381,8), und beträgt damit fast genau die Hälfte des deutschlandweiten Durchschnitts (687).

Die Zahlen zeigen eindrücklich, dass die Mehrheit der Lichtenberger*innen gerade kein Auto ihr Eigen nennt. Ein guter ÖPNV, sichere Radwege und gute Fußwege, das verbessert die Mobilität der Lichtenberger*innen nachhaltig.

Besonders absurd wird es auch, wenn man die verkehrliche Bedeutung des Autos im Verhältnis zu dessen Flächenverbrauch betrachtet: So werden in Berlin außerhalb des Rings nur 35% aller Wege mit dem Auto zurückgelegt. Und nur ungefähr jede*r dritte Lichtenberger*in ist überhaupt im Besitz eines Autos. Diese nehmen aber gleichzeitig fast 60 % der knappen Verkehrsflächen in unserer Stadt ein. Es wird höchste Zeit, den Platz, den wir dem Auto zur Verfügung stellen, endlich dessen gesellschaftlicher Bedeutung anzupassen! Dann ergibt sich: das Verhältnis muss mindestens umgekehrt werden. Zwei Drittel der Fläche für zwei Drittel der Bürger*innen ohne Auto. Und alle kommen besser ans Ziel.