Berliner Polizei – #nichtDaFürDich

Fahrzeug parkt abgesenkten Bordstein zu (Foto: Malte P.)

Der Kiez zwischen Weitlingstraße und dem S-Bahnhof Nöldnerplatz ist eigentlich ein beschaulicher. Doch es gibt ein großes Ärgernis: falsch geparkte Autos. Vor allem die sogenannten 5-Meter-Bereiche an den Kreuzungen sind regelmäßig von Autos blockiert. Diese Falschparker*innen sind besonders gefährlich.

Nicht nur, dass hier meist noch abgesenkte Bordsteine betroffen sind, so dass Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator daran gehindert werden, die Straßen zu queren. So gehen vor allem die Sichtbeziehungen an der Kreuzung verloren. Abbiegende Fahrzeuge können beispielsweise querende Fußgänger*innen mit Vorrang nicht sehen. Besonders Kinder verschwinden zwischen den Fahrzeugen und sind in Gefahr. Und auch größere Fahrzeuge kommen im Zweifel nicht mehr um die Kurve, man denke nur an die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr. 

Eine Begegnung der besonderen Art mit der Polizei schilderte uns nun ein Unterstützer: Er weiß, bei zugeparkten Kreuzungen hilft nur der Abschleppwagen. Also gleich die Nummer des Ordnungsamtes gewählt. Doch statt Hilfe gab es nur Dauerklingeln. Wenn das Ordnungsamt nicht kann oder möchte, dann muss wohl die Polizei ran. Doch auch dort: Keine Antwort unter dieser Nummer, das Bürgertelefon war besetzt. Aber wie der Zufall das so will, fuhr just in diesem Moment ein Streifenwagen der Polizei gemächlich durch den Kiez. Der wird sich ja der Sache wohl annehmen.

Doch weit gefehlt: nach freundlicher Ansprache wurde signalisiert, man werde sich kümmern – und fuhr davon. Etwas perplex dann eine Nachfrage im Abschnitt, was denn nun geschehen solle. Aber hier wurde unser Unterstützer unwirsch abgebügelt, das sei ja allenfalls eine “Lappalie”, das Bürgeranliegen sei dem Beamten “egal”. Die Berliner Polizei wirbt ja mit dem Spruch #DafürDich. Für Lichtenberg können wir das leider nicht bestätigen. Außer Du hast dein Auto falsch geparkt, dann wohl schon.

Gegen falsch geparkte Autos kann übrigens jede*r aktiv werden – ganz gleich, ob es um Radwege, Fußwege oder abgesenkte Bordsteine geht, die blockiert sind. Es braucht nur ein Handy, eine Anleitung und eventuell ein bisschen Diskussionsfreude vor Ort. Letzteres ist nicht unbedingt nötig. Eine Meldung muss reichen, der*die Bürger*in ist nicht verpflichtet vor Ort zu bleiben.