Radschnellwege – bald auch in Lichtenberg?


Übersicht über verschiedene Routenführungen. (Foto: NFL)

Am 9. Dezember fand die Informationsveranstaltung der InfraVelo für die Radschnellverbindung in den Berliner Osten statt. Die Radschnellverbindungen sollen besonders hochwertige Verbindungen für den Radverkehr darstellen und die Verkehrsnachfrage über längere Distanzen bedienen. Hierbei soll der Radverkehr bevorzugt vorankommen, d.h. möglichst nicht durch Ampeln oder ähnliches ausgebremst werden.

Es ist gewünscht, dass diese Radschnellverbindungen so geführt werden, dass der Radverkehr von anderen Verkehrsarten getrennt wird, damit er weder gefährdet noch gefährdet wird. Das Berliner Mobilitätsgesetz gibt vor, dass mindestens 100 km solcher Radschnellverbindungen gebaut werden sollen. 

Ost-Route 

Nachdem es zunächst so aussah, als ob der Berliner Osten überhaupt nicht in das Netz der Radschnellverbindungen eingebunden werden würde, wird nun doch auch eine Ost-Route geplant. Diese soll – zusammen mit der West-Route – im Endzustand Berlin einmal komplett in Ost-West-Richtung durchqueren, von Spandau bis Marzahn.

Die aktuelle Infoveranstaltung bezog sich auf den Abschnitt zwischen Tiergarten und dem S-Bahnhof Landsberger Allee. Während die Route bis zum Alexanderplatz bereits relativ klar erscheint, sind für die Weiterführung bis zur Landsberger Allee drei Routenvarianten denkbar. Entweder auf direktem Wege entlang der Landsberger Allee, nördlich geführt über die Straßen Am Friedrichshain und Paul-Heyse-Straße oder als südliche Alternative über die Karl-Marx-Allee und Thaerstraße.

 Weitere Informationsveranstaltung folgt

Wir finden eine Routenführung auch abseits der großen Hauptachse Landsberger Allee interessant. Die optimale Routenführung wird hier wohl auch maßgeblich davon abhängen, wie die Strecke dann auf Lichtenberger Seite weitergeführt wird. Dazu sind noch keine konkreten Planungen bekannt. Im ersten Quartal 2020 soll hier eine weitere Informationsveranstaltung folgen.

Auch für Lichtenberg könnten wir uns gut eine Führung abseits der Landsberger Allee vorstellen. Beispielsweise über die Karl-Lade-Straße, den Fennpfuhlpark, die Herzbergstraße und dann weiter in den Landschaftspark Herzberge. Von dort geht es dann weiter in Richtung der Allee der Kosmonauten. Dies unter der Voraussetzung, dass an den Hauptstraßen ohnehin geschützte Radwege errichtet werden müssen. 

Radschnellwege

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auch direkt bei der InfraVelo. Die Planung ist noch nicht abgeschlossen.