Radschnellweg: Von Spandau bis St. Petersburg

Routenvarianten in Lichtenberg. Foto: Netzwerk Fahrradfreundliches Lichtenberg

Am 26. Februar fand eine weitere Informationsveranstaltung der InfraVelo für die Radschnellverbindung in den Berliner Osten statt. Das Berliner Mobilitätsgesetz gibt vor, dass mindestens 100 km solcher Radschnellverbindungen gebaut werden. Sie sollen besonders hochwertige Verbindungen für den Radverkehr über längere Distanzen darstellen.

So soll der Radverkehr bevorzugt vorankommen, also möglichst nicht durch Ampeln o.ä. ausgebremst werden. Außerdem werden Radfahrende von anderen Verkehrsarten getrennt geführt, das erhöht die Sicherheit für alle Beteiligten erheblich. 

Nachdem es zunächst so aussah, als würde der Berliner Osten überhaupt nicht in das Netz der Radschnellverbindungen eingebunden werden, wird nun doch auch eine Ost-Route geplant. Diese soll – zusammen mit der West-Route – im Endzustand Berlin einmal komplett durchqueren, von Spandau bis zum U-Bahnhof Hönow in Hellersdorf. Dort mit Anschluss an den Europa-Radweg R1 bis St. Petersburg, wie Chefplaner Thorsten Perner bei seiner Präsentation mit einem Schmunzeln anmerkte.

Nachdem bei der letzten Informationsveranstaltung zum Friedrichshainer Abschnitt die genaue Routenführung noch nicht klar war, hat sich dort nun die Kreuzung Eldenaer Straße/Proskauer Straße als Endpunkt der gegenwärtigen Vorzugstrasse herauskristallisiert. Dies führt dazu, dass der betrachtete Korridor in Lichtenberg nun deutlich südlicher liegt: Die Vorzugstrasse führt über die Scheffelstraße und Bornitzstraße zur Allee der Kosmonauten.

Wir finden diese Routenführung auch abseits der großen Hauptachse Landsberger Allee weiterhin interessant. Da Start- und Endpunkt des Lichtenberger Abschnitts nun relativ klar sind, kann die Detailplanung der Strecke beginnen.

Wir werden den Prozess aufmerksam begleiten und hoffentlich schon bald die erste Radschnellverbindung in Lichtenberg benutzen! “Bald” würde nach dem derzeitigen Planungstempo bedeuten: frühestens in drei Jahren.

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auch direkt bei der InfraVelo.