#Kiezblocks – grünes Licht von Rot-Rot-Grün

Podiumsteilnehmer*innen in der alten Schmiede (v.l. Julia Jarass, Harald Moritz, Carolina Mazza, Tino Schopf, Eckhard Gauterin)

Es herrschte eine seltene Harmonie zwischen den Vertretern der Koalition auf der #Kiezblocks-Diskussionsveranstaltung am 13. Februar in Berlin- Lichtenberg. Die verkehrspolitischen Sprecher der vertretenen Parteien –Harald Wolf (Linke), Harald Moritz (Bündnis90/Die Grünen) sowie Tino Schopf (SPD) – bekannten sich klar zum Kiezblock-Konzept, das von Eckhard Gauterin (Bürger*inneninitiative Kaskelkiez, Changing Cities) vorgestellt wurde. Nur die Wege und das Tempo der Umsetzung blieben also zu diskutieren. Neben den Politikern argumentierten Dr. Julia Jarass (DLR) und Carolina Mazza (ADFC Berlin) für die zügige Umsetzung der Kiezblock-Konzepte.

Der Druck aus der Bevölkerung sei sehr wichtig, „auch wenn es schmerzt“, so Harald Moritz. Der Berliner Volksentscheid habe schließlich die Grundlage für das Mobilitätsgesetz geschaffen, das die Verkehrswende regeln soll. Das Publikum zeigte sich weniger geduldig als die Politiker: „Auf was warten wir denn? In meiner Nachbarschaft ist allen klar, dass es nicht geht, dass jeder sein privates Auto überall abstellen kann. Ich kauf’ mir ja auch keinen Schrank und stelle den dann auf die Straße.“Tino Schopf verwies darauf, dass vor allem die Verwaltung „abgeholt“ werden müsse. Die Mehrheit der Bürger*innen sei bereit für die Verkehrswende vor der Haustür, wenn die Beteiligung früh und gut geleistet werde und sich Politiker*innen mit „breitem Kreuz“ dafür einsetzten. Es gebe viel zu gewinnen und wenig zu verlieren – da stimmten die Anwesenden Dr. Jarass zu. Eine öffentliche Bestandsaufnahme der Berliner Kiezblock-Entwicklung soll in sechs Monaten stattfinden.

Livestream der Veranstaltung