Superblock Kaskelkiez

Schier endlose Autoschlangen und zum Teil rücksichtslose Autofahrer*innen, die unter anderem den Schul- und Kitaweg der Kinder gefährden. Damit sich diese leidvolle Situation zumindest in Wohngebieten verbessert, haben wir in den letzten Wochen die Idee zur Einrichtung sog. Superblocks erarbeitet. In diesen haben Fuß- und Radverkehr Vorrang vor dem Kfz-Verkehr, wobei der Kfz-Verkehr auf Spielstraßen geführt wird und nur noch zur Erschließung, aber nicht mehr zur Querung des Superblocks zugelassen ist.

Ein Pilotprojekt könnte einfach und schnell im Kaskelkiez starten, wie unter Projekte> Superblock Kaskelkiez näher beschrieben.

 

Trauerkundgebung für getöteten Radfahrer

Am Abend des 18. Juli wurde ein 41-jähriger Radfahrer beim Überqueren der Gleise auf der Treskowallee Ecke Römerweg von einer Tram erfasst, mitgeschleift und dabei tödlich verletzt. Über den genauen Unfallhergang gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Unabhängig von der Schuldfrage hat hier ein Mensch eine Unaufmerksamkeit mit seinem Leben bezahlt. Unsere Anteilnahme und unser herzliches Beileid gilt den Angehörigen, Freunden und Bekannten des Mannes. Aber auch den anderen Unfallbeteiligten, Zeugen und Ersthelfern wünschen wir eine schnelle Verarbeitung des Erlebten.

Gemeinsam mit Changing Cities e.V. und dem ADFC haben wir für Freitag Abend (20.07.2018) zu einer Trauerkundgebung aufgerufen. Wir haben uns an der Unfallstelle versammelt um gemeinsam dem tödlich verunglückten Radfahrer zu gedenken. Angehörige, Freunde sowie Ersthelfer waren ebenfalls vor Ort. Wie wir erfahren haben, war der Verunglückte selbst in der Berliner Fahrrad-Szene aktiv und nahm an Demos des ADFC und der Critical Mass teil.

Immer wieder hofft man, dies sei ein Einzelfall. ‑ Das ist es leider nicht. Der ums Leben gekommene 41-jährige ist bereits der 7. getötete Radfahrer in diesem Jahr. Erst vor wenigen Wochen starb ein 13-jähriges Mädchen, ebenfalls in Lichtenberg und ebenfalls durch eine Straßenbahn. Obwohl in ganz Berlin die Anzahl der Radverkehrsunfälle im Jahr 2017 sinkt (von ca. 7500 um gut 400 auf 7060) steigt sie in Lichtenberg an, um gut 5%. Auf Berlins Straßen wurden 2018 bereits 22 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet.

Im Anschluß an die Trauerkundgebung fand ein Fahrrad-Korso zum Roten Rathaus in Mitte statt. Dank der Absicherung durch die Polizei Berlin (sowie der BVG) konnte die gesamte Veranstaltung in einem sehr würdigen Rahmen erfolgen. Vielen Dank dafür.

Brückendemo

Gemeinsam mit dem ADFC Lichtenberg und Wuhletal hat das Netzwerk Fahrradfreundliches Lichtenberg am 25.04.2018 zur Brückendemo aufgerufen. Wir haben damit auf die katastrophalen Zustände auf der Gehrensee- und Marzahner Brücke aufmerksam gemacht. Zahlreiche Teilnehmer quer durch alle Altersklassen sind dem Aufruf gefolgt.

Direkt am Startpunkt hat Hajo Legeler, Sprecher des ADFC Lichtenberg, auf die lange Historie der Probleme an der Gehrenseebrücke aufmerksam gemacht. Gänzlich ohne Radwege müssen Radfahrende hier mit dem fließenden Verkehr „mit schwimmen“ und haben gerade bergauf immer ein drängelndes Auto im Nacken. Oft wird auch ohne den notwendigen Sicherheitsabstand überholt. Über viele Jahre sind der Politik und Verwaltung die Probleme an der Brücke bereits bekannt. Doch selbst schnelle Maßnahmen, wie „Tempo 30“, wurden bisher nicht umgesetzt.

Im Anschluß ging es in einem Fahrradkorso zu den Marzahner Brücken. Hier hat Mattes Groeger vom Netzwerk Fahrradfreundlichen Lichtenberg in einem eindringlichen Appell die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung zum Handeln aufgefordert. Auch auf dieser Brücke gibt es seit Ihrem Bau im Jahr 1977 keine Radverkehrsanlagen. Allerdings kommt hier noch verschärfend hinzu, dass die Straße aus jeweils 3 Richtungsfahrbahnen besteht und der Radweg kurz vor der Brücke ohne jede Markierung in den Fließverkehr gelenkt wird. So lockt man die Menschen nicht auf das Rad!

Auch Evan Vosberg, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC Berlin, kritisierte die aktuelle Rot-Rot-Grüne Landesregierung dafür, dass von den vielen Ankündigungen bisher nichts auf der Straße angekommen ist. Und das bereits nach fast 2 Jahren!

Einen ausführlichen Bericht gibt es auch hier auf der Seite des ADFC Berlin.

Aufruf zur Brückendemo

Kommt am 25.04.2018 um 17:00 Uhr zur Kreuzung Gehrenseestraße / Bitterfelder Straße zu unserer Brückendemo welche wir gemeinsam mit dem ADFC Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf durchführen!

Im Stadtgebiet von Berlin werden Verkehrswege über rund 2.100 Brücken geführt. Viel zu oft wurde bei der Planung und Fertigstellung dieser Bauten nicht an Radwege gedacht. Somit stellen viele Berliner Brücken heute für Radfahrer ernst zu nehmende Gefahrenstellen dar. Viele Menschen trauen sich erst gar nicht auf das Rad, da es viel zu gefährlich ist.

Mit unserer Aktion möchten wir auf die unzumutbaren Gefahrenstellen im Bereich der Gehrenseebrücke (Lichtenberg-Hohenschönhausen) und den Marzahner Brücken aufmerksam machen. Wir möchten, dass das Radfahren in der Stadt für alle Generationen attraktiv wird.

Ablauf:
Wir starten um 17 Uhr an der Kreuzung Gehrenseestraße / Bitterfelder Straße und fahren dann gemeinsam in einem Fahrradkorso über die Gehrenseebrücke zu den Marzahner Brücken an der Landsberger Allee.

Bringt Trillerpfeifen und Transparente mit, damit wir lautstark auf die katastrophale Situation für die Radfahrenden auf den Berliner Brücken aufmerksam machen können!

Sagt uns euere Teilnahme gerne über unseren Facebook-Event zu!

Demo für sichere Radwege in Lichtenberg

Klares Signal an Politik und Verwaltung:
Wir brauchen sichere Radwege in der Siegfriedstraße und in ganz Lichtenberg!

Am 15.03.2018 haben sich trotz eisiger Temperaturen ca. 50 Menschen zu unserer Demo in der Siegfriedstraße zusammengefunden. In den Redebeiträgen wurden die konkreten Probleme vor Ort aufgezeigt und klare Forderungen nach geschützten Radwegen an Politik und Verwaltung gerichtet. Es wurde auch auf die besondere Situation der zwei Schulstandorte – die über die Straße verbunden sind – aufmerksam gemacht.

Im Anschluß wurde gemeinsam eine erste temporäre geschützte Radspur (Protected Bike Lane, PBL) ausprobiert. Die mit Pollern vom restlichen Verkehr getrennte Radspur konnte entspannt und sicher zurückgelegt werden.

In einem Fahrradkorso haben wir unsere Forderungen dann der Bezirksverordnetenversammlung überbracht. Durch die gestellten Einwohnerfragen wissen wir nun, dass der Bezirk Radverkehrsanlagen höher priorisiert als den ruhenden Verkehr (Parkplätze). Das sind gute Neuigkeiten für die Radfahrenden in Lichtenberg. Jetzt müssen die Radwege entsprechend gebaut werden!

Der Antrag der Grünen zur schnellen Umsetzung der geschützten Radspur in der Siegfriedstraße wurde (dank Verlängerung der Sitzungszeit!) mehrheitlich in den Ausschuss überwiesen. Bezirksstadtrat Nünthel kündigte für Mai 2018 eine Bürgerversammlung an, auf der die Senatsverwaltung die Pläne den Anwohnern vorstellen wird.

Die Demo hat gezeigt, wie wichtig Bürger*innen-Engagement ist, um positive Veränderungen in unserem Kiez zu bewirken. Vielen Dank an die Stadtteilgruppe des ADFC für die gemeinsame Organisation, sowie an alle Teilnehmer und Unterstützer der Demo. Unser Dank geht auch an die Polizei Berlin für die großartige Absicherung des Fahrradkorso und die Freihaltung der PBL-Teststrecke.

Lichtenberg dreht sich!

Herzlich Willkommen, auf unserer Website – schön, dass Du vorbeischaust.

Im November 2017 hat sich das „Netzwerk Fahrradfreundliches Lichtenberg“ gegründet. Gemeinsam mit Bürger*innen, Unternehmen, Initiativen sowie der Politik und Verwaltung wollen wir die Umsetzung des Mobilitätsgesetzes im Bezirk Lichtenberg begleiten. Zukünftig wirst Du auf diesen Seiten aktuelle Information zu unserem Netzwerk finden. Wenn auch Du dich für den Radverkehr in Lichtenberg engagieren willst, komm zu unserem nächsten Treffen. Dort diskutieren wir konkrete Problemstellen, planen Aktionen und stimmen unser weiteres Vorgehen ab. Wir freuen uns auf Dich!

Lichtenberg dreht sich!

Volksentscheid Fahrrad, ‚Gesetzes-Hackathon‘, 16/17. Januar 2016