Auf Lichtenberger Straßen – Julia Höninger

Julia, die kurzentschlossen die (nachgeholte) Kidical Mass Lichtenberg 2020 organisiert hat. Wir freuen uns über eine neue Aktive im Netzwerk Fahrradfreundliches Lichtenberg!

In jedem Newsletter stellen wir eine*n Lichtenberger*in vor. Mal ein Mitglied unseres Netzwerks, mal eine*n Nachbar*in, Landes- oder Bezirkspolitiker*in oder Anwohnende. Wesentlich: Wir sprechen über ein lebenswertes Lichtenberg und was es dafür braucht. 

Heute im Interview: Julia (Mitte 30)Seit wann fährst Du Fahrrad?

Seit ich 4 Jahre alt bin. Wo wohnst Du? 

im FennpfuhlWas bedeutet das Radfahren für Dich? 

Das beste Verkehrsmittel, das mich überall hin trägt. Ohne auf Abfahrtszeitpläne schauen zu müssen oder Parkplätze zu suchen.Welche Verkehrsmittel nutzt Du noch?

ÖPNV, Fernzüge, CarsharingWelche Ziele sind Dir besonders wichtig?

Fahrradfahren sollte eine Möglichkeit sein, mobil zu sein. Und dafür benötigen wir in den autozentriert gebauten Städten irgendwie auch eine Infrastruktur fürs Radfahren: Wege, die ein Netz ergeben. Wege, die Radfahrende mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Fahrstilen und Geschwindigkeiten gemeinsam nutzen können.Was ist für Dich eine lebenswerte Stadt?

Eine Stadt mit Platz für die Menschen, damit sie sich begegnen, dort Zeit verbringen und ihre Wege zurücklegen können. Also ja, wir brauchen Verkehrswege, aber wir brauchen auch Platz zum Stehen, Gehen, Sitzen, Rumschauen….Welche Rolle spielt das Radfahren in deiner Arbeit?

Äh, keine. Aber ich fahre mit dem Rad dort hin und wieder weg.Welche Stelle in Lichtenberg ist jetzt definitiv zu gefährlich?

In der Herzbergstraße habe ich mich letzthin wieder sehr unwohl gefühlt, eingequetscht zwischen parkenden Autos, Straßenbahnschienen und LKW, die mich überholen wollen.Was würdest Du für Fußgänger*innen gern verbessern?

Ausreichend Platz auf den Gehwegen und gute (nicht zugeparkte) Querungen.

Welche grundlegenden Veränderungen wünschst Du Dir für Lichtenberg bis 2030? 

In 10 Jahren gibt es hoffentlich ein RadwegeNETZ für die weiteren Wege quer durch die Stadt, aber auch in den Kiezen mehr Platz für Radfahrende. Und ich hoffe, dass die bessere Infrastruktur dazu führt, dass mehr Eltern sich trauen, ihre Kinder Radfahren zu lassen.