Alle 14 Thesen im Detail – mit dem vollständigen Wortlaut jeder Forderung und den Original-Antworten aller teilnehmenden Parteien.
Der Bezirk Lichtenberg setzt sich dafür ein, dass Frankfurter Allee, Treskowallee und Landsberger Allee in dieser Legislaturperiode physisch geschützte Radwege (Protected Bike Lanes) erhalten.
Der Bezirk verankert einen fixen Betrag pro Einwohner:in für Radverkehrsförderung verbindlich im Bezirkshaushalt.
Vor allen Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen und anderen schutzbedürftigen Einrichtungen im Bezirk Lichtenberg wird Tempo 30 verbindlich umgesetzt – auch dort, wo es bisher noch nicht gilt.
Der Bezirk setzt sich aktiv dafür ein, dass Geschwindigkeitskontrollen, Knöllchen für Falschparken auf Rad- und Gehwegen sowie die Ahndung von Verstößen auf Fahrradstraßen spürbar zunehmen.
Der Bezirk führt Anwohnendenparkzonen ein – im Verbund Kaskelkiez/Weitlingkiez/Rummelsburger Bucht sowie im Verbund Karlshorst West/Prinzenviertel. Der Einsatz von Scancars wird geprüft.
Im Bezirklichen Radverkehrsnetz wird je Straßenabschnitt prinzipiell mindestens eine Kfz-Parkfläche zur Lieferzone umgewidmet.
An allen Bahnhöfen im Bezirk werden überdachte Fahrradabstellanlagen mit Videoüberwachung errichtet oder nachgerüstet.
Der Bezirk setzt sich für den Bau einer Radbrücke über die Treskowallee als Lückenschluss der Radbahn U5 ein – einschließlich der Asphaltierung des Richard-Kolkwitz-Wegs.
Die Gehrenseebrücke ist seit Jahren rein auf motorisierten Verkehr ausgelegt. Wir fordern: Die Gehrenseebrücke muss für Radfahrende sicherer werden!
Die Radschnellverbindung RSV 9 wird dieses Jahr von der infraVelo fertig geplant, aber wer setzt sie um? Wir fordern: Der bezirklich verantwortete Abschnitt Bornitzstraße wird vorgezogen!
Das Abschleifen von Kopfsteinpflaster ist im Lichtenberger Radverkehrsnetz die Standardlösung für befahrbare Straßen – konkret z. B. in der Wallensteinstraße.
Radinfrastruktur wird dort gebaut, wo sie gebraucht wird – auch wenn dafür Kfz-Parkplätze entfallen. Konkret: In der Lückstraße werden Parkplätze zugunsten des sicheren Radverkehrs aufgehoben.
Leihräder, E-Scooter und andere Sharing-Fahrzeuge dürfen im Bezirk Lichtenberg nur auf der Straße, z. B. auf dafür ausgewiesenen Flächen – umgewidmeten Kfz-Stellplätzen oder Jelbi-Stationen – abgestellt werden, nicht auf Gehwegen.
Das Straßen- und Grünflächenamt Lichtenberg (SGA) erhält in der kommenden Legislaturperiode ausreichend Personal und Ressourcen, um proaktiv und mit Konzept die Umsetzung des bezirklichen Radverkehrsnetzes zügig voranzutreiben.